
Wir haben auf dem Windows-Rechner ein Verzeichnis
C:\PROGRAMME für das Netzwerk freigegeben. Gehen wir jetzt davon aus, dass wir
ein Verzeichnis C:\NC haben, in dem wir die alte DOS-Version des Norton Commander
haben, den wir unter DOSemu laufen lassen wollen. Zunächst müssen wir dieses Verzeichnis auf dem Windows-Rechner
freigeben. Auf dem Linux-Rechner legen wir als root im Verzeichnis
/mnt ein neues Verzeichnis /smb als Mountpoint für das Programm
mount.cifs an:
cd /mnt mkdir /smb
Da nur root mit mount.cifs das Windows-Verzeichnis mounten kann, muss für root
ein Passwort in /etc/samba/smbpsswd eingegeben werden:
smbpasswd -a root
Es wird zweimal nach dem (Samba)-root-Passwort gefragt.
Mit dem Befehl
mount.-t cifs //Schreibcomputer/nc /mnt/smb -o user=praxis,password=********,noperm
als root wird das Verzeichnis C:\NC des Windows-Rechners in den Verzeichnis-Baum des
Linux-Rechners eingehängt. Als User "praxis" legt man jetzt einen Link vom DOSemu-Boot-Verzeichnis in das
Mount-Verzeichnis mit
ln -s /mnt/smb /home/praxis/dosemu/win98/nc
Ruft man jetzt DOSemu auf, erscheint im Boot-Verzeichnis das neue Verzeichnis C:\NC und
man kann den DOS-Norton-Commander in diesem Verzeichnis mit nc aufrufen. Windows-Programme
lassen sich im DOSemu natürlich nicht ausführen, sondern nur reine DOS-Programme.
Um die Verbindung wieder zu schließen, gibt man den Befehl
umount /mnt/smb
als root ein.
Falls das Mounten über mount -t cifs nicht funktioniert, kann insbesondere bei Windows 98-Servern der Befehl:
smbmount.-o user=praxis,password=******** //Schreibcomputer/nc /mnt/smb
probiert werden. Das Password sollte dann in Großbuchstaben eingegeben werden, auch wenn man am Window 98-Server das Passwort für den User praxis kleingeschrieben hat. Mit dem Befehl smbmount wird das smbfs-Filesystem benutzt, dass ein Locking-Problem beim Einsatz von Clipper-Anwendungen hat.